Osnabrück / Lingen / Nordhorn / Leer / Aurich.

Blitzeis hat am heutigen Morgen große Teile des Nordwestens lahmgelegt. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste waren seit den frühen Morgenstunden im Dauereinsatz. Die Polizeidirektion Osnabrück verzeichnete zwischen dem Teutoburger Wald und der ostfriesischen Küste rund 500 Einsätze, der überwiegende Teil davon aufgrund von Verkehrsunfällen auf glatten Straßen.

Rund 400 Verkehrsunfälle – Schwerpunkt in Osnabrück und im Emsland

Allein etwa 400 Einsätze entfielen auf Verkehrsunfälle, die laut Polizei größtenteils glimpflich ausgingen. Besonders betroffen war die Region Osnabrück mit rund 260 Einsätzen, gefolgt von der Region Emsland/Grafschaft Bentheimmit etwa 170 Einsätzen. Auch im Landkreis Leer sowie teilweise im Landkreis Aurich kam es mit rund 70 Einsätzenzu zahlreichen Hilfeleistungen und Unfällen.

Auf der A31 sorgte unter anderem ein querstehender Lkw für Verkehrsbehinderungen. Zudem kam es auf der A1 bei Bramsche zu einem schweren Verkehrsunfall.

26 Verletzte – Zwei schwere Unfälle

Insgesamt wurden 26 Menschen verletzt. In Georgsmarienhütte erlitt eine Person schwere Verletzungen. Eine weitere Person wurde bei einem Unfall auf der A1 bei Bramsche sogar lebensgefährlich verletzt. Weitere Details zu den Unfallhergängen nannte die Polizei zunächst nicht.

Polizei: „Straßenverhältnisse waren katastrophal“

Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück, zog am Vormittag eine erste Bilanz:

„Die Lage hat sich inzwischen wieder beruhigt. Aber die Straßenverhältnisse heute Morgen waren wirklich katastrophal. Es war überall spiegelglatt. Wir hatten alle Hände voll zu tun, bei den vielen Einsätzen überhaupt noch hinterherzukommen. Das war eine echte Herausforderung, aber es hat geklappt.“

Warnung vor erneuter Glätte

Trotz der aktuellen Entspannung warnt die Polizei bereits vor den kommenden Tagen. Auch morgen früh könnte es erneut zu glatten Straßen kommen. Verkehrsteilnehmer werden dringend gebeten, ihre Fahrweise anzupassen, mehr Zeit einzuplanen und – wenn möglich – auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten.

Für die Polizeidirektion Osnabrück war der heutige Vormittag einer der einsatzreichsten Tage der vergangenen Zeit – ein eindrückliches Beispiel dafür, wie gefährlich Blitzeis innerhalb kürzester Zeit werden kann.